Dilletantismus
Wenn er probierte, jemanden zu kopieren, weil ihm etwas besonders gefiel, so war das Mißlingen vorprogrammiert. Zudem wußte er, daß sein Dilletantismus schon verhinderte, daß die Kopie auch nur entfernt an das Original heranreichen würde. Ja, er verließ sich sogar darauf, daß am Ende etwas heraussprang, was sich mit dem Vorbild nicht vergleichen ließ. Trotzdem widerfuhr es ihm, daß er beim Aufwachen am Morgen in Big Sur, noch ehe er aus dem Bett gestiegen war, sich vornahm, eine jener “flüchtigen Aquarell-Landschaften Cezannes zu machen, die auf den ersten Blick nicht mehr als Notizen und Einfälle zu sein scheinen”.


Silvia schreibt am 14.07.2008 @ 11:48:
Er mochte es nicht, wenn seine Malerei falschen Vergleichen unterzogen wurde, und wehrte sich entschieden dagegen, als spürte er die Tendenz darin, alles mit Ähnlichkeit zu schlagen.